Deutsche Post plant E-Mail zu Brief

Auf der Seite Golem.de habe ich soeben einen Bericht gelesen, in dem die Deutsche Post eine neue Strategie fahren will. Hinter dem Geheimprojekt mit der Bezeichnung „Strategie 2015“ steckt unter anderem „Hybrid Post 2.0“. Dahinter verbirgt sich eine neue Funktion, in der die Kunden den Brief als E-Mail an die Post schicken. Diese schickt den Brief weiter als Papierausdruck.

Damit sollen sich die Kosten senken lassen und die Empfänger haben trotzdem einen Brief erhalten. Die Post hat bereit mit ausländischen Postunternehmen einen Standard ausgehandelt. So soll man einen Brief auf diesem Wege von Europa nach China nicht mehr in acht Tagen sondern in acht Stunden versenden.

Das Porto verteuert sich auch. Denn man will nur noch von Dienstags bis Samstags Post ausliefern. Dazu muß nur noch das Gesetz geändert werden, damit eine Vollzustellung nicht mehr nötig ist. Jetzt ist die Post verpflichtet von Montags bis Samstags auszuliefern. Wer auch Sonntag oder am Montag die Post zugestellt haben möchte, muß einen Aufschlag bezahlen.

Meinung vom ALSEHK Computer Bremen Team:

Das klingt alles Wunderbar: Ich verfasse einen Brief an einen Kunden, ob nun Angebot, oder eine Rechnung, per E-Mail, schicke das ganze an die Deutsche Post und diese druckt das dann für mich aus und sendet es an den Kunden. So hat der Kunde einen Brief in Papierform und ich nutze die neue Technik. Somit kann auch ich meine Kosten senken, was Papier und Toner anbelangt. Und wie wird abgerechnet? Bekomme ich eine Rechnung die ich dann Bezahlen muß, oder habe ich ein „virtuelles“ Konto, wo ich Geld einzahle und von dort aus wird der Betrag gleich abgebucht (á la Prepaid Karte)?
Man muß dazu sagen, das die Wirtschaftswoche darüber berichtet hat aus Unternehmenskreisen. Es kann so umgesetzt werden, oder auch nicht. Aber die Post krankt schon eh unter den schwindenden Briefen seit es E-Mail gibt. Und trotzdem muß man noch Briefe versenden. Ob nun Kündigung, Auftragsbestätigung, Rechnung oder ähnliches, man ist bei solchen Sachen immer auf die Post angewiesen.
Einzig, was die Post schon seit langem will: An nur noch fünf Tagen die Woche die Post zustellen. So läßt sich der Gewinn maximieren und die Personalkosten senken. Weniger Mitarbeiter in der Zustellung, vielleicht auch nur noch Teilzeitkräfte oder auf Stundenbasis. Es bleibt abzuwarten, ob die Kunden und die Gewerkschaft da Mitspielen. Das letzte Wort hat der Gesetzgeber. Mal sehen wie der darauf reagiert.

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