Innenminister fordern Verbot von Gewaltspielen

In Bremerhaven trafen sich die Innenminister und Senatoren der Bundesländer und berieten unter anderem über ein Verbot von Gewaltspielen auch „Killerspiele“ genannt.

In ihrem Beschluss zur Innenministerkonferenz 2009 fordern die Politiker vor allem ein möglichst schnelles Herstellungs- und Verbreitungsverbot für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist.

Grund für dieses Verbot war der Amoklauf von Winnenden. Vor dem Amoklauf soll der Amokläufer über zwei Stunden ein Gewaltspiel konsumiert haben. Gegen dieses Verbot haben auch die Spielehersteller protestiert. Trotzdem wollen die Innenminister der Bundesländer ein Verbot der Gewaltspiele durchsetzen.

Meinung vom ALSEHK Computer Bremen Team:

Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Amoklauf und der Konsumierung von Gewaltspielen oder „Killerspielen“ wie die Politiker die Egoshooter auch gerne titulieren. Durch dieses Verbot sollen solche Amokläufe verhindern werden, und auch die Medienkompetenz der Jugendlichen und Erwachsenen sollen gefördert werden. Die Medienkompetenz der Bürger müssen nicht gefördert werden, sondern die Medienkompetenz der Politiker sollte erhöht werden. Es zeigt sich immer wieder, das die Politiker von den modernen Medien keine Ahnung haben und einen „Schuß ins Blaue“ machen.

Durch so ein Verbot werden auch die „mündigen“ Bürger, also die volljährigen Bürger, durch den Gesetzgeber in seinen Rechten beschnitten. Ob das im Sinne der Bürger ist, bleibt dahingestellt. Zumal es auch andere Verbreitungswege für Spiele gibt. Alles was Verboten wird, findet sich dann doch irgendwann auf den Rechnern nicht nur von Volljährigen sondern auch auf Rechnern von Minderjährigen. Durch den Gesetzgeber werden bereits heute schon Spiele ab 18 Jahre erste freigegeben, oder auf einen Index gesetzt, wenn diese zu viel Gewalt beinhalten.

Nach der Definition der Politiker, ist jeder, der einen Egoshooter bzw. „Killerspiel“ spielt, ein potenzieller Amokläufer. Da bleibt mir nur zu sagen, das ich dann schon lange Amoklaufen müßte, bzw. ich habe mehrere Amokläufe durchgeführt… Dabei zeigt sich auch wieder die „Kompetenz“ der Innenminister und der Senatoren der Bundesländer. Diese sogenannte „Kompetenz“ der Politiker spreche ich Ihnen komplett ab!

Eigentlich kann man nur hoffen, das dieses Gesetz nicht mehr vor der Bundestagswahl kommen wird. Aber wir kennen ja unsere Politiker, das dieses Gesetz mit Pauken und Trompeten durchgeboxt wird. Nachgebessert wird eh vor dem Bundesverwaltungsgericht oder Bundesverfassungsgericht. Schlechte Zeiten für Fans der Egoshooter.

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