Onlinebanking bei der Commerzbank: Hinweis zur HBCI-Kartenfreischaltung “übersehbar”

Am Wochenende wurden wir von einem Freund angerufen, der auch prompt vorbei kam, da er Probleme beim Einrichten von Onlinebanking über die Commerzbank mit HBCI hat. Wir haben uns das Problem angesehen und sind – fast – selber in die Konfigurierungsfalle für das Onlinekonto getappt.

Unser Freund hatte sich zuvor bei uns erkundigt, was er für das Onlinebanking benötigt und worauf er zu achten hat. Da er bereits ein Konto bei der Commerzbank hat, fragte er nur noch nach HBCI und dem Programm StarMoney. Beides stand ihm zur Verfügung und dementsprechend orderte er die HBCI-Karte und bestellte StarMoney.

Bei der Installation hatte er Fragen und wir konnten ihm soweit auch noch helfen. Den Kartenleser installierte unser Freund alleine und fragte nur nach dem Weg um ein Konto einzurichten. Nach drei Tagen wandte er sich dann Hilfesuchend an uns, denn er könne das Konto nicht über die HBCI-Karte abrufen, es bliebe ihm nur PIN/TAN und das könne er nicht mehr umstellen.

Also löschten wir das angelegte Konto, richteten es neu ein und als weitere Hürde ging der Kartenleser nicht. Es gab eine Fehlermeldung, das auf die Karte nicht zugegriffen konnte. Also stellten wir in StarMoney auf den Kartenleser um und schon wurde auf die Karte zugegriffen. Nun verlangte er eine Transport-PIN bzw. diese sollte geändert werden.

Unser Freund legte mir einen Haufen Briefe vor, die mit dem Onlinebanking zu tun hatten. “Da bin ich auch schon darauf gestoßen, weiß aber nicht, was eine Transport-PIN sein soll. Ich habe die PIN für die HBCI Karte genommen,” erklärte unser Freund, “und ich bin auch nicht weitergekommen.” In StarMoney stand drin, das man die PIN ändern soll, die zwischen 6 und 8 Zeichen lang ist. Wieder durchforsteten wir alle Schreiben der Bank, fanden aber keine Transport-PIN. Also haben wir die HBCI-PIN verwendet und die PIN geändert. Nur wurde der Kontenabruf mit einer Fehlermeldung quittiert, das es keine Konten dort gebe. Das fanden wir alle etwas sehr merkwürdig. Um den Kartenleser auszuschließen, haben wir unseren Kartenleser angeschlossen, und die selbe Fehlermeldung erhalten.

Nun machten wir uns auf die Fehlersuche im Internet. Als erstes schauten wir bei der Commerzbank vorbei, suchten verzweifelt ein PDF oder Anleitung für die Einrichtung, stießen aber dabei zunächst nur auf Links, wo man sein Onlinekonto Anmelden kann oder was man für das Onlinebanking benötigt. Etwas versteckt fanden wir dann eine PDF, die sich mit der Einrichtung des Kontos bei der Commerzbank beschäftigte. Darin wurde die Transport-PIN erwähnt und auch gezeigt, wo man diese findet.

Die Transport-PIN findet man auf der HBCI-Karte. Es handelt sich hierbei und die letzten fünf Ziffern der Kartennummer. Das stand auch in einem der Anschreiben wo sich die HBCI-Karte drin befand. Das hätte sogar ich überlesen, denn es stand nicht in Fettdruck in dem Brief, und der Hinweis in rot in dem Schreiben unten links, sprach nur von der Transport-PIN, aber nicht wo man diese finden kann.

Nach einer weiteren Recherche stand fest, das man eine neue HBCI-Karte benötigt, wenn man die Transport-PIN  falsch eingerichtet hat. Es scheint dann wohl so, als ob die Karte dann nicht mehr funktionsfähig wäre. Also muß unser Freund sich bei der Bank eine neue HBCI-Karte besorgen. Und das nur, weil der Hinweis im Anschreiben mit der HBCI-Karte nicht hervorgehoben war.

Hier sollte die Commerzbank aber dringend nachbessern. Das sie auf HBCI beim Onlinebanking setzen ist schon mal ein guter Schritt nach vorne. Aber mit der Transport-PIN und wo man diese findet, sollte im Anschreiben besser deklariert und per Fettdruck hervorgehoben werden. So verzweifeln die Kunden der Commerzbank und nehmen die höhere Sicherheit nicht an. Also liebe Commerzbank, ändert das bitte, dann geht die Einrichtung viel einfacher und schneller.

Tags: , , , ,

Leave a Reply

Captcha Garb (1.5)