Mobil im Abo (MIA) – Mobil ja, aber…

Seit Jahren hat die BSAG die BOB Karte, den elektronischen Fahrschein für „zwischen durch“ oder Gelegenheitsfahrer. Nun möchte man auf den Zug aufspringen und mit der Technik weiter nach vorne gehen. So wurde ab Mai mit viel Werbung die neue Monatskarte MIA – Mobil im Abo – eingeführt. An und für sich keine man so schlechte Idee, entfällt doch das Porto für die Monatsaufkleber und für die Kunden das lästige Kleben auf die Monatskarte. Leider klappt seit Einführung der Karte nicht alles so, wie es bei der BSAG und in deren Journal und Presse geschrieben steht…

Was macht ein Kunde, der ein neues Spielzeug bekommen hat? Er Testet es aus. Und bei der MIA kann man, laut Presse und BSAG, die Karte an den Automaten in Bussen und Bahnen einlesen. Leider hat das bis heute nicht funktioniert und das einzige, was man dort auf dem Display zu sehen bekommt ist eine Fehlermeldung, das die Karte nicht gültig ist. Na, da freuen wir uns mal auf die nächste Kontrolle.

Die ließ auch nicht lange auf sich warten, und die Karte war einlesbar. Schön, nur was ist drauf? Wie schaut das aus?

Um es gleich vorweg zu nehmen: ja, wir haben die Informationen in dem Schreiben, mit dem die Karte kam, gelesen. Dort stand auch man kann sie an den Automaten einlesen. Stand auch so in der Presse.

Nun hat ein Freund von uns ebenfalls eine MIA Karte und wurde ebenfalls Kontrolliert. Und da die Karte an zwei (!) Lesegeräten nicht einlesbar war, mußte er damit zum BSAG Kundencenter. Dort hat er erfahren, das er nicht der erste (!) Kunde mit einlese Problemen sei. Die Chips auf den Karten sind „nicht ganz in Ordnung“, das betrifft dann wohl die ganze Auslieferung. Tja, und was soll ich sagen, wir sind auch Kontrolliert worden, nur da meine Karte funktionierte – vorläufig (!) – und die von meinem Kollegen wohl nicht! Denn der Kontrolleur steckte die Karte erst in das Lesegerät, stutzte, und drückte die Karte dann unter das Gerät. Auf die Frage, ob es Probleme mit der Karte gäbe, antwortete dieser nur: „Nein, alles in Ordnung“, und ging. Uns drängte sich der Verdacht auf, das auch diese Karte defekt ist und der Kontrolleuer keine Lust hatte, eine Meldung auszufüllen, mit der man in das Kundencenter müßte für eine neue Karte.

Folgendes Fazit läßt sich daraus ziehen:

Die BOB Karte wird wohl den gleichen Chip verwenden oder die selbe Funktion haben, aber eben halt mit Lesen und Schreiben, und bei MIA ist es eben nur Lesen. Ok, wenn die Karte erstellt wird mit den Daten, dann muß auch geschrieben werden. Nur finde ich es reichlich merkwürdig, das die MIA Karte solche Probleme macht während die BOB Karte seit Jahren wohl „ohne Probleme funktioniert“. Beschwerden habe ich jedenfalls keine gehört.

Es ist auch schade, das man nicht mal an den Automaten die MIA Karte einlesen kann, schließlich wurde das in den Informationsschreiben und in der Presse so propagiert. Aber selbst jetzt im Juli kann man die Karte dort nicht einlesen.

Viele Kontrolleure habe auch keine Lust die Karte einzulesen und winken nur bzw. es kommt der Spruch das „es überall diese Karten gibt“. So ganz glücklich scheinen die Mitarbeiter wohl auch nicht über die Karte zu sein. Hier hätte man wohl noch einmal einen Feldversuch machen sollen, bevor man die Karte auf die Kunden losgelassen hat. Schließlich soll das das neue Aushängeschild sein.

Am besten wäre es, die BSAG würde gleich neue und verbesserte Karten rausschicken, dann haben wir Kunden nicht immer die Rennerei für die Fehler, die andere Verbocken. Und das wäre mal ECHTER Kundenservice…

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