Straßenbahn in Huchting aus den Gleisen gesprungen: Sehr später Einsatz des Ersatzbusverkehrs durch BSAG

Verlängerung Straßenbahnlinie 1 und 8 nach HuchtingWer heute morgen zur Arbeit, in die Schule, zur Uni oder zu Kunden mußte, erlebte auf bereits auf dem Weg zum Roland Center schon mal eine böse Überraschung. Mir ging es jedenfalls so und ich hatte einen wichtigen Kundentermin. An der Haltestelle „Carl-Hurtzig-Straße“ tat sich gegen 8:27 Uhr nichts, kein Bus, nur die 201 kam vorbei, aber keine 57. Dafür aber gegenüber kam die 58. Gute 15 Minuten später kam dann die Linie 57. Noch hat sich niemand was dabei gedacht… bis wir alle am Roland Center ankamen…

Mit erstaunen blickten alle aus den Fenstern des Busses und was mich wunderte, war die Tatsache, das so viele Straßenbahnen dort standen, und eine Straßenbahn irgendwie „komisch“ auf den Gleisen stand. Es sah aus wie eine Straßenbahn der Linie 8, die gerade von ihrem Nebengleis auf das Hauptgleis wollte und „irgendwie“ aus den Gleisen gesprungen war. So sah es für mich aus.

Kurz bevor wir im Wendekreis zur Haltestelle der Straßenbahn ankam, gab die Fahrerin durch, das ein Ersatzbus unterwegs sei, der in die Stadt fährt. Um 9 Uhr den Termin, und mehr als 300 Fahrgäste wollen in die Stadt. Dazu nur ein Ersatzbus, der in Sekundenschnelle rappelvoll war. Leider fuhr der Bus nicht die Strecke wie die Linie 1, sondern, ohne daß es eine Durchsage gab, zum Betriebshof Neustadt. Tolle Geschichte! Das hieß, ich mußte irgendwo aussteigen und zu Fuß zum Kunden gehen. Der war in der Neustadt, genau da, wo die Bahn längs fährt.

Wäre ja kein Problem, ich muß ja von der Haltestelle aus auch gut 10 Minuten laufen, aber so verlängerte sich die Zeit bis zu meiner Ankunft. Ich habe mich zwar telefonisch bei dem Kunden gemeldet, das ich im Stau stehe und etwas später komme, aber im Endeffekt haben wir den Auftrag nicht erhalten.

Warum ich das Schreibe? Warum das einen Huchtinger Ärgern soll?

Ganz einfach: Herr Lohse, der ach so tolle und „geniale“ Umwelt- und Verkehrssenator ist ja so von der Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 nach Mittelshuchting überzeugt, das sich die Balken biegen. Schließlich wäre das eine „ökonomisch und ökologisch Sinnvoll für den Stadtteil“. Außerdem muß er Stadtteil noch „Erschlossen werden“.

In fast das gleich Horn stößt der BSAG Vorstand, allen voran der Herr Eisenberg. Auch nicht viel besser, denn viele Antwort und widersprüchliche Aussagen krönen die Verlängerung. Aber wir würden ja „etwas für die Umwelt tun“, wenn wir alle auf ÖPNV umsteigen. Wir leben und arbeiten mit Green-IT und dementsprechend besuchen wir unsere Kunden auch mit dem ÖPNV. Aber was man sich von der BSAG anhören und gefallen lassen muß, ist nicht das Geld wert.

Natürlich passieren solche Sachen und Unfälle, das will ich gar nicht bestreiten.

ABER: Wer sich mit solchen Großen Sprüchen und Tönen aus dem Fenster lehnt, wie es Herr Lohse und Herr Eisenberg machen, muß damit rechnen, das es mehr als nur Unmut gibt. Wieder war Huchting für eine ganze Zeit von der Innenstadt abgeschnitten. Und wenn die Straßenbahn bis nach Mittelshuchting verläuft, und es wieder zu so einem Zwischenfall kommt, dann kann kein Huchtinger mehr mit der Straßenbahn Linie 1 in Richtung Roland Center. Und die Huchtinger, die entlang der Heinrich-Plett-Allee wohnen, dürfen zur nächsten Bushaltestelle laufen, damit Sie in Huchting vorwärts kommen oder die ins Roland Center wollen.

Nicht nachvollziehbar ist die immer wiederkehrende Beteuerung, das man jederzeit Ersatzwagen einsetzen kann. Das kann aber dauern! Das haben wir ja nun heute erlebt. Wenn die Straßenbahnlinie 1 bis nach Mittelshuchting geführt werden sollte, dann ist eine Hälfte von Huchting nicht mehr mit dem ÖPNV erreichbar. Nur dort, wo die Linie 58 dann fahren sollte, kann man die andere Hälfte von Huchting erreichen. Ob das im Sinne von den Planern ist?

Aber das interessiert die Planer nicht, wie die Huchtinger bei Störungen zu Ihren Arbeitsstellen kommen, oder innerhalb des Stadtteils von A nach B zu kommen. Es geht gar nicht um eine „Besserstellung“ des Stadtteils, es geht nur darum den „Willen“ von Herrn Lohse und der BSAG durchzusetzen.

Durch die Straßenbahnverlängerung gewinnen die Huchtinger nichts. Bei Störungen im Straßenbahnverkehr können wir Huchtinger wenigstens im Stadtteil verkehren, ohne daß man lange Wege in kauf nehmen muß.

Daher ist eine Straßenbahnverlängerung für den Stadtteil mehr als tödlich. Denn die Zusagen von Herr Eisenberg sind mehr als dürftig und nur schöne Worte. Mehr nicht…

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