„Blinker“ Syndrom am IP-Anschluß der Telekom: Tagelange Probleme

Telekom - Erleben was verbindet - wenn es klapptDas unsere Firma mit der Zeit und der Technik mitgehen muß ist hinlänglich bekannt. Nur manchmal schneidet man sich in das eigene Fleisch, wenn man mit der Technik zu früh mitgeht oder der Anbieter mit der Technik nicht „umgehen kann“ oder nicht für ausreichende Backupsysteme/Fallbacksysteme sorgen kann.

Eigentlich hatten wir seit Oktober keine Telefonstörungen mehr an unserem IP-Anschluß der Telekom. Und nun, kurz vor Weihnachten sind wir teilweise nicht zu erreichen. Manchmal geht nur eine Rufnummer, dann gehen alle wieder nicht, dann nur drei, dann die restlichen, dann mal wieder nur eine… den Router Neustarten bringt sinnigerweise relativ wenig. Kurze Zeit danach startet der Router dann selber noch mal neu. Ein Zustand, der nicht schlimmer sein kann…

… denn gerade in der Vorweihnachtszeit kommen viele Kunden an, möchten noch das eine oder andere an Ihrem PC gemacht haben, oder es soll „mal eben“ ein neues Gerät besorgt werden. Auch wenn die Festtage vor der Tür stehen, so möchten doch viele, das der PC an Weihnachten funktioniert. Da wir gerade eine Anzeige im Weser Kurier geschaltet haben, macht es für viele Kunden Sinn, den Erstkontakt über das Telefon zu suchen.

Auch wenn seit gestern das Telefon „einigermaßen“ stabil läuft, so sind wir doch sehr angefaßt, und prüfen alle Rufnummern, ob diese auch noch funktionieren. Schließlich ruft kein Kunde ein weiteres mal an, um sich bei uns zu informieren oder uns einen Auftrag zu kommen zu lassen. Das die Telekom ein großes Unternehmen ist und dementsprechend Know-How mit bringt, sollte man als Kunde meinen, das Sie die Probleme mit der Umstellung auf IP-Telefonie schnell zu zuverlässig in den Griff bekommen sollten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Kunden werden massiv auf den neuen IP-Anschluß umgestellt und bei Problemen ziehen sich alle zurück, und es kann Stunden eventuell sogar Tag dauern, bis die Telefonie wieder vernünftig läuft.

Ich habe durch einen anderen Kunden erfahren, er ist ebenfalls Selbständig als Fußpfleger, das in der Praxis, die er sich mit einem Masseur teilt, der IP-Anschluß teilweise tagelang ausgefallen war. Entweder konnten Sie nicht raustelefonieren oder sie konnten nicht angerufen werden. Nach vielen Anrufen und erst unter Druck seitens des Masseur, wurde der Anschluß wieder zurückgestellt auf ISDN. Seit dieser Umstellung können Sie wieder ganz normal telefonieren.

Das zeigt eigentlich, das die Telekom sich in dem Feld des IP-Anschlußes ins Abseits schießt, denn wenn die Technik nicht richtig funktioniert, dann kann ich die restlichen Kunden nicht umstellen. Viele von denen sind ziemlich verunsichert, denn gerade ältere Menschen haben Angst, das dann Ihre Notrufsysteme nicht laufen. Hier muß die Telekom endlich Tatsachen schaffen, und beginnen, die Technik in den Griff zu bekommen. Davon scheinen Sie aber Meilenweit entfernt zu sein.

Ganz nebenbei: Schuld sind nicht die Server für die IP-Telefonie, sondern nun ist unser Router schuld. Ich hatte das als Störung gemeldet und eine Technikerin testet zwei Tage lang alles. Es könnte nur am Router liegen. Notfalls bekämen wir einen neuen. Na auch nicht schlecht. Aber im Moment scheint es wohl nicht am Router zu liegen… und wenn doch dann kann ich allen Besitzern des Speedport W921V mitteilen: dieser ist aus dem Sortiment genommen worden. Eventuell kann man noch einen als Mietaustauschgerät bekommen, wenn sein eigener Router defekt ist. Aber wenn keiner mehr vorhanden ist, dann bekommt man den Speedport W724V. Wer nun noch eine ISDN Anlage betreibt, der benötigt einen S0 Bus, und den gibt es nicht am Speedport W724V. Dafür gibt es einen Adapter der 70,00 Euro kostet. Das ist richtig herzerwärmend: Es gibt kein Nachfolgemodell für den W921V mit S0 Bus, der IP-Anschluß der Telekom macht nur Probleme und dann noch 70,00 Euro für einen Adapter.

Man kann nur hoffen, das die Telekom es endlich gebacken bekommt das die Telefonie stabil läuft. Vielleicht im nächsten Jahr? Wer weiß….

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3 Kommentare zu „Blinker“ Syndrom am IP-Anschluß der Telekom: Tagelange Probleme

  1. Kay Kisser sagt:

    Mittlerweile habe ich bereits zweimal den ISDN Adapter an einem Speedport W724V eingesetzt.

    Mich ließ zuerst das Einrichten dieses ISDN Adapters ziemlich alt Aussehen, denn mit „einfach mal Anschließen und läuft“ geht es nicht. Zumal man das Telefonie-Center aufrufen und dann mit dem ISDN Adapter „verbinden“ muß. Dies gelingt nicht beim ersten mal. Ich habe dafür drei Anläufe benötigt. Grund: entweder habe ich zu früh den Adapter aktiviert; Sie Synchronisierung über das Telefonie-Center gestartet, war aber nicht schnell genug am ISDN Adapter, oder der ISDN Adapter reagierte nicht.

    Bei beiden Kunden lief es einige Tage und dann konnten Sie nicht angerufen werden. Gespräche nach Außen liefen gut. Ich konnte da nur den Tip geben, sowohl Router als auch ISDN Adapter Neustarten.

    Wer noch eine ISDN Anlage sein eigen nennt, sollte sich überlegen, über kurz oder lang auf eine VoIP Anlage mit IP Telefonen umzusteigen. Wir haben es mittlerweile getan. Die Gesprächsqualität ist gut, es gibt keine Aussetzer, alle wichtigen Funktionen laufen (Gespräch heranholen z. B.) geht besser als vorher mit der Mischung aus ISDN und Speedport Router W921V.

  2. vb-bruetting sagt:

    Hallo,
    habe das gleiche Problem mit W724v Typ B und isdn Adapter. Fast jeden Tag fällt der ISDN-Adapter aus mit rotem Blinklicht. Stecker raus neu Anmelden und dann geht er wieder bis zum nächsten mal.
    Wie viele meiner Kunden nicht durchgekommen sind weiss ich nicht.
    Gibts dafür irgendeine Lösung?

    • Kay Kisser sagt:

      Moin,
      ich habe von dem Adapter gehört, ihn aber noch nicht selber im Einsatz gehabt. Meistens wird das ganze umgangen mit Speedphones, so daß ich diesen Adapter noch nicht im Einsatz hatte. Daher habe ich dafür auch noch keine Lösung bzw. wüßte nicht woran das liegen könnte.
      Einen Tip kann ich aber geben, wenn das noch nicht versucht wurde: wenn es ein Mietgerät ist, das Gerät als defekt melden und sich ein neues kommen lassen, gegebenenfalls einen neuen Adapter. Das wäre noch so meine Idee.
      Ansonsten bleibt nur eines: Warten, das es endlich funktioniert und die Technik nerven…
      Schließlich muß ich mit so einem Adapter auch in der nächsten Zeit arbeiten… nicht nur beim Kunden sondern auch bei uns im Büro. Das kann ja heiter werden…

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