TEST: Hauppauge HD PVR 2 Gamer Edition Plus – Nicht nur für Gamer interessant

Vorwort

ALSEHK Computer Bremen Firmenschild

Die Technik schreitet immer schneller voran, gerade wenn es um IT geht. Wenn dann auch noch die Videotechnik mit reinspielt, dann ist das Werkzeug für die digitale (Video) Verarbeitung nur noch Schnee von vorgestern…

Um alte VHS Aufnahmen oder für Kunden TV-Aufzeichnungen zu digitalisieren bzw. zu sichern, hatten wir ursprünglich die interne PCI Capture-Karte „Canopus ACEDViO“ die sowohl den DV Datenstrom von Firewire verarbeiten konnte als auch aus analogen Quellen (S-Video oder Composite) einen DV Datenstrom erzeugte, und zudem von jeden Videobearbeitungsprogram (mit Aufnahmefunktion) genutzt werden konnte, angefangen vom Professionellen Adobe Premiere bis hin zur Freeware VirtualDub. Trotz der guten Qualität der erstellten Bilder, war es nun Zeit die Karte auszumustern. Aber warum?

Dazu gab es mehrere Gründe:

  1. Im Videobereich wurde Firewire durch die aktuellen (HD) Videokameras immer mehr in den Hintergrund gedrängt, so dass es sich für uns nicht mehr lohnte auf Firewire zu setzten.
  2. Als quasi „Nachfolger“ im Capturebereich ist jetzt HDMI die entscheidende Schnittstelle, die in der Unterhaltungselektronik wie TV, Set-Top Box, DVD/BD-Player, seit Jahren Einzug gehalten hat. Allerdings benötigt man bei den heutigen Videokameras nicht zwingend HDMI, dank SD-Karten. HDMI hat allerdings eine andere wichtige Rolle, dazu später mehr…
  3. Bei der heutigen Entwicklung der EDV-Komponenten, wird der PCI-Steckplatz immer seltener, bei den Spitzenmodelle der Mainboards, gibt es überhauptkeine Steckplätze dieser Art mehr, sondern nur noch den Nachfolger PCI Express (PCIe), die meist ungünstig platziert sind um vernünftig eine Erweiterung einbauen zu können.

Es stellte sich durch Punkt 3 die Frage, ob es Intern oder Extern sein sollte….colossus_medium

Normalerweise würden wir immer eine Interne Erweiterung Empfehlen (wenn es sich um ein Desktop-PC handelt), da so sichergestellt ist, dass der Datenfluss nicht durch Störungen von außen beeinflusst wird. Da die Firma Hauppauge ein bestimmtes Feature unterstützt (später mehr…), blieben nur zwei Favoriten übrig:

  • Hauppauge Colossus (Intern, PCIe)
  • Hauppauge HD PVR 2 GE Plus (Extern, USB 2.0)

Die „Colossus“ wurde von uns an getestet und hatten den Eindruck, dass Hauppauge die Karte nur noch stiefmütterlich pflegt:

  1. Die Treiber werden seit zwei Jahren nicht weiter entwickelt.
  2. Das gleiche gilt für die Capture Software Arcsoft ShowBiz (Arcsoft hat anscheinend die Software komplett eingestellt, und die eigene Software „Hauppauge Capture“ produziert Videodatenmüll, trotz angeblicher Kompatibilität zur Colossus.
  3. Bildqualität war mit hoher Datenrate (20Mbit/s) zwar gut, allerdings mit einem Grauschleier der auf die Treiber zurückzuführen ist, eine Farbkorrektur über ShowBiz erbrachte auch nicht das optimale Ergebnis.

Also Entschieden wir uns für das externe Exemplar und haben es ausgiebig getestet mit seine Stärken und Schwächen.

Und nun dazu unser Testbericht:

Systemvoraussetzungen

  • PC mit 3.0 GHz Single-Core oder 2.0 GHz Multi-Core Prozessor
  • min. 512 MB RAM (1 GB empfohlen)
  • Microsoft® Windows® 7/8 (32 oder 64-bit), Windows Vista oder Windows XP Service Pack 3
  • USB 2.0 Port
  • Grafikkarte mit min. 256 MB Speicher
  • Soundkarte
  • min. 220 MB freier Festplattenspeicher
  • CD-ROM Laufwerk (für Software-Installation)
  • Fernseher mit HDMI Eingang

Allgemein

Ursprünglich wurde die 180 € teure Hauppauge HD PVR 2 Gamer Edition Plus – wie der Name schon sagt – für die Spieler Gemeinde konzipiert, genau genommen den Next-Gen Konsolenspieler.

Die so genannten „Let‘s Play’s“ bei Youtube und Co. erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Gerade wenn man selber bei einen Spiel nicht weiter Hauppauge PVR 2 Gamer Edition Pluskommt (der Geduldsfaden schon am reißen ist), und sich anschauen kann, wie es ein erfahrener (oder auch nicht…) Gamer die Runde durchkriegt, und man sich so Tipps und Tricks aneignen kann, erleichtert es ungemein den Alltag eines Gelegenheitsspielers…

Trotz des eingebauten Features der aktuellen Konsolen (Xbox One, PS4), dass sie vom Hause aus eine Aufnahmefunktion bieten, sind externe Lösungen – sei es Hauppauge oder eine andere Marke – den Konsolen in Sachen Bildqualität weit überlegen…

Allerdings kann man mit so einer PVR Lösung nicht nur Spiele von Konsolen Aufnehmen (Für PC-Games gibt es Unmengen an Software Lösungen), sondern auch alte VHS-Aufnahmen und TV-Sendungen können so auf den heimischen PC landen. Da es im weltweitem Netz unzählige Testberichte und Reviews über die Hauppauge gibt, die sich aber NUR auf Capturen von Spiele konzentrieren, werden wir unser Augenmerk auf die reine Videobearbeitung legen.

Lieferumfang

Die Ausstattung des „HD PVR 2“ hat eigentlich alles was das (Spieler) Herz begehrt:

  • HD PVR 2 High Definition H.264 Personal Video Recorder für USB 2.006276130-photo-hauppauge-6
  • Netzteil, 6 V / 1,6 A
  • USB-Anschlusskabel
  • HDMI-Kabel
  • Component-Video Kabel für PS3®
  • Hauppauge Component-Video Adapterkabel
  • Installations-CD
  • Installationsanleitung

Alleine schon das ein spezielles PS3 Kabel im Wert von 20 € und ein HDMI Kabel beiliegen ist nicht selbstverständlich. Auch ein Komponenten Kabel wurde beigelegt, als analoge alternative zum HDMI.

Die „Box“ unterstütz aber auch die Signale von Composite als auch von S-Video, die unumgänglich sind wenn man VHS oder andere Analoge Quellen auf Festplatte bannen will (zumindest gibt es keine Videorecorder mit Component-, geschweige einem HDMI Ausgang).

kabelstrengeLeider hat Hauppauge das passende Adapterkabel nicht mit beigelegt, so dass man noch paar Euro investieren muss, um das Kabel beim Hersteller nach zu bestellen.

Aber Vorsicht! Hauppauge hat still und heimlich eine neuere Revision der „Box“ rausgebracht (mod. 157320)… Ist die ältere Revision (mod. 157210) noch mit einen schmalen „A/V In“ Anschluss versehen, so ist es bei der neueren nun ein 8-Pin Hosiden Anschluss geworden.

Da bisher sowohl sämtliche Produkt Bilder im Internet, als auch Verpackung und Anleitung noch das alte Schema zeigen, ist es empfehlenswert erst die Hauppauge HD PVR 2 GE Plus zu besorgen, und dann erst das PASSENDE Adapterkabel.

Ob es bei der neuen Revision noch weitere Änderungen oder Neuerungen gibt, konnten wir bisher nicht feststellen.

Auf der Installations-CD befinden sich natürlich die Treiber als auch die Software (vorher mit Arcsoft Showbis, nun mit Hauppauge Capture).

Technische Spezifikationen

Die „PVR 2“ hat einen eingebauten H.264 Echtzeit Encoder der eine Aufnahme-Datenrate von maximal 14 Mbit/s zulässt, und es stehen drei Container Formate zur Auswahl (.ts, .m2ts, .mp4), so dass es keine Schwierigkeiten geben dürfte die Videos mit eine NLE Software zu bearbeiten.

Uns wäre es zwar lieber gewesen eine Datenrate von 20 Mbit/s zu bekommen (wie es bei der Colossus der Fall ist), aber trotzdem konnte das Bild mit den kräftigen Farben und sehr guten schwarzwerten die Colossus um Längen schlagen.

Unterstützt werden (bei Aufnahmen) Auflösungen von 480i/p, 576ip, 720p, 1080i/p bis maximal 30 (Voll-) Bilder die Sekunde. Allerdings unterstützt die „Hauppauge“ keine 1080p24 alla Blu-ray. Eine Aufzeichnung dessen ist also nicht empfehlenswert, was aufgrund des Kopierschutzes sowieso ausgeschlossen wäre (dazu später mehr).

Die „Box“ arbeitet nicht autark (so wie bei der „Rocked“), da sie keine eigene Speichermöglichkeit hat und setzt deswegen explizit einen PC (oder Notebook) voraus, inklusive installierte Software.

Eventuell ist die niedrigere Datenrate der „Box“ eine Einschränkung aufgrund von USB 2.0. Normalerweise würde die Bandbreite zwar ausreichen, wenn man allerdings noch sein persönliches Logo integrieren kann, zusätzliche Tonspuren für Mikrofon unterstützt wird, plus Integration einer Webcam und dazu die Echtzeitkodierung aller Features, ist es leicht nachzuvollziehen, das irgendwo Abstriche gemacht werden. USB 3.0 wäre wünschenswert gewesen, wodurch die Datenrate eventuell aufgestockt hätte werden können.

Und wo wir schon bei USB sind… Aus irgendeinen Grund mögen die von uns genutzten Rechner keine Dauerverbindung zur „Box“. Was nicht heißen soll, das die „PVR 2“ nicht erkannt oder nicht stabil laufen würde. Aber wenn man den PC runterfährt, bleibt ab und an der runtergefahrene PC einfach an… solange bis man den Netzstecker unserer „Hauppauge“ abzieht (Ein Netzschalter hat sie leider nicht)…

Ob das nur bei unseren Rechnern auftritt oder ob es ein generelles Problem darstellt, können wir nicht sagen. Da es jetzt nichts Dramatisches ist, stecken wir nun den Strom rein, wenn wir das Gerät benötigen.

Wenn die „Hauppauge“ eingeschaltet ist, gibt sie verschiedene Lichtsignale aus, je nach dem was man uns mitteilen möchte: vom blauen blinken (nicht41yXPZiBiuL verbunden) bis hin zum grünen Standlicht (Aufnahme läuft).

Der Hersteller hat auch einen „Direct Button“ am Gerät eingebaut, der direkt die Software öffnet und mit der Aufnahme beginnt (dafür muss der Rechner eingeschaltet sein).

Wie oben bereits erwähnt, wurde von Hauppauge ein Feature eingebaut, was für uns auch einer der Gründe war auf diesen Hersteller zu wechseln. Die „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ unterstützt nämlich die Aufnahmen von Dolby Digital 5.1 (AC3). Da wir auch TV-Aufnahmen sichern, und die Fernsehsender regelmäßig in diesem Format ausstrahlen (die „Tatort“-Reihe lässt grüßen), war das für uns ein Must-Have…

Noch erstaunter waren wir allerdings, dass im Gegensatz zum Bild, die aufgenommene AC3 Tonspur nicht extra neukodiert wurde, sondern 1:1 übernommen wird. Ein Qualitätsverlust aufgrund von Umkodierungen viel also weg.

Wenn allerdings TV-Sendungen nicht im Dolby Digital ausstrahlten, wurde entweder im Audioformat AAC vbr (evtl. auch 1:1 ???) aufgenommen oder man kann sie als MP2 mit maximal 384 kbit/s speichern lassen. Das selbige Resultat entsteht auch, wenn man eine analoge Quelle zum Aufnehmen hat.

Voraussetzung für die „Übernahme“ des Dolby Digital Streams ist, dass die Set-Top Box entweder über HDMI oder über den optischen SP/DIF Eingang mit der „PVR 2“ verbunden wird. Aber Achtung: Nur das Model mit dem PLUS unterstützt dieses Feature. Das PLUS Model ist übrigens auch für Apple Freunde interessant, da die „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ offiziell Mac unterstützt.

Erwähnenswert ist noch – obwohl das bei der Videoaufzeichnung weniger relevant ist – dass die „Hauppauge“ ein Pass-Through HDMI Ausgang besitzt, der sowohl HDMI zu HDMI als auch Analoge Quellen zu HDMI Verzögerungsfrei an einem TV-Gerät durchreichen kann. Wer diesen Anschluss nicht unbedingt benötigt, wie das bei uns der Fall ist, kann über die Software das Kontrollbild beobachten, wobei zu berücksichtigen ist, dass durch die Echtzeitkodieren, das übertragene Bild ca. 2 Sekunden verzögert angezeigt wird (Für Gamer ist also der Pass-Through HDMI Ausgang umso wichtiger), allerdings werden nur die nativen Auflösungen (max. 1080p60) der Quelle unterstützt, eine HD Hochskalierung für SD Material findet nicht statt.

Eine weitere Voraussetzung, die nicht nur für das Durschleifen wichtig ist sondern auch für die Aufnahmen selber gegeben sein muss, ist, dass die Quelle – ob über HDMI oder Analog – nicht kopiergeschützt sein darf.

Dank Hollywood ist es Hauppauge – wie auch anderen Herstellern für PVR Recorder – nicht gestattet den Kopierschutz für die Geräte zu unterstützen. Bei HDMI ist es HDCP, der nicht nur bei Blu-ray zu finden ist, sondern auch bei Set-Top Boxen (DVB-C/S/IPTV), zumindest bei Privatsender.

Die „Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten“ hingegen kommen ohne HDCP aus, vorausgesetzt, dass die genutzte Set-Top Box dies berücksichtigt bzw. es einstellbar ist. Bei den Analogen Quellen, wie Component, S-Video, oder Composite, ist es der Macrovision Kopierschutz, der früher auf VHS Kaufkassetten vertreten war, als auch bei den heutigen Set-Top Boxen und DVD/BD-Player anzutreffen ist (wenn man die Geräte Analog verbunden hat).

Die Kopierschutzmechanismen sind also zu 90 % bei den verschiedenen Unterhaltungsmedien anzutreffen, was die Digitalen-Recorder aller Art „fast“ unbrauchbar macht. Für Blu-ray gibt es eh effizientere Methoden um diese zu „sichern“ (worauf wir hier aber nicht näher eingehen können), und deshalb spielt das auch keine Rolle, das die Hauppauge keine 1080p24 unterstützt.

Bei Set-Top Boxen sind die eingebauten Festplatten meist auch verschlüsselt, so dass man an seinen Aufnahmen nicht rankommt oder nur Datenmüll vorfindet. Es bleibt also nur die Möglichkeit, es über HDMI zu überspielen.

Damit die „PVR 2“ aber keine Probleme hat, heißt die Lösung: HDMI Splitter (1 IN zu 2 OUT). Denn einige Modelle lassen aus technischen Gründen den HDCP außen vor, so dass eine Sicherung nichts mehr im Wege steht.

Bei Analog wird es in der heutigen Zeit immer schwieriger „Bildstabilisatoren“ zu bekommen, nicht nur wegen der „Grauzone“, sondern auch wegen der immer schwindenden Verbreitung von analogen Möglichkeiten (wo gibt es Videorecorder aus erster Hand…?) Da hilft es manchmal im Ausland Ausschau zu halten und ein paar Euro mehr zu investieren (Internet sei Dank)…

Und hier noch mal die Eckdaten:71r59qpoouL__SL1500_

  • Hardware Encoder: H.264 AVCHD HD Video-Encoder
  • Verzögerungsfreier Pass-Through: HDMI auf HDMI oder Component-Video auf HDMI
  • Aufnahme-Datenrate: von 1 bis zu 14 Mbits/sec
  • Aufnahme-Format: AVCHD (.TS und .M2TS), .MP4

Ein- und Ausgänge:

  • HDMI Eingang (für nicht HDCP Quellen)
  • Komponenten-Video Eingang, mit Stereo-Audio
  • S-Video und Composite-Video Eingang, mit Stereo-Audio (optional)
  • HDMI-Ausgang
  • Optischer Audio-Eingang

Größe und Gewicht:

  • 155 mm x 155 mm x 40 mm
  • Power: 6 V / 1,6 A
  • Gewicht: 0,34 kg

Software

Unsere alte „Canopus ACEDViO“ brauchte im Vergleich zur „Hauppauge“ weder extra Treiber (wurde von Windows direkt erkannt) noch spezielle Software (siehe Vorwort…). Natürlich stellte die „Canopus“ eine absolute Ausnahme dar.

Bei der „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ hat man eine eingeschränkte Auswahl an unterstützer Software (bei Bedarf werden die Treiber von der betreffenden Software mitinstalliert). Jedwede andere Software bekommt die „Box“ nicht zu „sehen“. Zur Auswahl an unterstützte Capture-Software stehen „Hauppauge Capture“, „Arcsoft Showbiz“, WinTV (Extend), als auch „Capture4Me“ für Windows zu Verfügung.

Für die Mac Unterstützung gibt es die Software „HDPVRCapture for the Mac“, die nur bei der „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ kostenlos mitangeboten wird.

Linux Software soll es wohl auch geben, da die „Hauppauge“ offiziell aber keine Unterstützung für Linux bietet, wird darauf auch nicht weiter eingegangen.

Vorab sollte erwähnt werden, dass es keine Qualitätsunterschiede zwischen den Anwendungen gibt, in Bezug auf das Bildmaterial, vorausgesetzt die Einstellungen wurden einmal vorgenommen.

Da die genannten Applikationen, einen gewissen Umfang haben, und ein wichtiger Bestandteil für eine erfolgreiche Aufnahme ist, werden diese einzeln beleuchtet:

Hauppauge Capture

hc_capture_sDie Eigenentwicklung von Hauppauge, ist noch eine recht junge Software, die noch so manche Macken aufweist. Eine geringe Instabilität ist leider nicht von der Hand zu weisen. Allerdings wird die Software (bisher) regelmäßig aktualisiert, inklusive aktuellen Treiber für die „Box“, so dass nicht nur Fehler beseitig sondern auch neue Funktionen eingebaut werden, um für die Let’s Play- als auch der allgemeinen Videogemeinde, mehr Komfort und Flexibilität anbieten zu können.

Unter den Besonderheiten zählen die Funktionen wie Logo und Webcam Integration, Audio Multitrack Aufzeichnungen für den Audiokommentar und Live Stream Unterstützung zu den Onlinediensten und eine Upload Funktion für YouTube. „Capture“ besitzt auch Möglichkeinen für einen groben Schnitt, die natürlich keine NLE Software ersetzt.

Bei den Einstellungen ist aufgefallen, dass „Capture“ weniger Möglichkeiten anbietet, etwas einstellen zu können, wobei es eher eine optische Täuschung sein kann, weil es sehr aufgeräumt wirkt gegenüber z.B. „Arcsoft ShowBiz“. Was Spezielles unter den „Optionen“ haben wir nicht vermisst.

Diese Software wirkt auch nicht sonderlich überfrachtet, was ein angenehmeres Arbeiten ermöglicht, sowohl beim Aufzeichnen von Spiele als auch beim Capturen von TV-Sendungen.

Arcsoft ShowBiz

Die ursprüngliche Software die im Lieferumfang der „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ enthalten war, ist ShowBiz von der Firma Arcsoft in einer angepassten (bzw. abgespeckten) Version.

Arcsoft ist hauptsächlich bekannt für seinen DVD/BD Software Player „TotalMedia Theatre“.showbiz

Wenn man sich die Oberfläche dieser Capture Software anschaut, sieht man deutlich, dass es für die Spielergemeinde zugeschnitten wurde (zumindest bei der angepasste Version), was man – bis auf eine Ausnahme – durch die Aufnahmen Vorlagen (Playstation 3, AVCHD, Xbox360) präsentiert bekommt.

Bei den Einstellungsmöglichkeiten greift die Software direkt auf den Filter der „PVR“ zu, wodurch man sämtliche Optimierungs-möglichkeiten hat, was aber auch zur Unübersichtlichkeit führt.

Allerdings ist „Showbiz“ weniger ein Capture Programm als vielmehr Videoschnittsoftware mit einer Capture Möglichkeit.

Für Leute die keine extra NLE Lösung besitzen, ist dies natürlich praktisch (für einen größeren Umfang, wie z. B. mehr Effekte, etc., kostete die Vollversion ca. 70 €), für andere Nutzer (die NLE Software besitzen) aber unnütz und wirkte gegenüber „Hauppauge Capture“ träger.

Zudem hat Arcsoft die Weiterentwicklung der Software (übrigens auch für den Software Player) komplett eingestellt, was wohl auch der Grund war, dass „Hauppauge“ ein eigenes Produkt rausbrachte.

WinTV (Extend)

n7009Wen die oben genannten Anwendungen zu viel des guten sind, hat noch die Möglichkeit „WinTV“ zu nutzen. „WinTV“ wird ursprünglich für die von Hauppauge entwickelten TV-Erweitungskarten (DVB-T/C/S) eingesetzt um das Fernsehprogramm genießen zu können oder über die TV-Karte eine Aufnahme zu bewerkstelligen.

In der aktuellen Version unterstützt die Software jetzt auch die „HD PVR“ Familie, um halt das selbige zu tun (den TV Empfang natürlich nur über eine Set-Top Box).

Die Einstellmöglichkeiten sind verständlich, beziehen sich allerdings mehr auf die TV-Karten. Für die direkten Eistellungen der „Box“, muss man den Umweg über „Hauppauge Capture“ oder „ShowBiz“ machen, damit die Optimierungen vorgenommen werden können.

Allerdings ist das nicht der einzige Haken…

Da die Software nicht im Lieferumfang enthalten ist, muss sie bei Hauppauge für ca. 10 € erworben werden. Dafür bekommt man aber eine erweiterte extend_ipadVersion, nämlich „WinTV Extend“. Das Besondere an dieser Version ist, das man das laufende TV-Programm bzw. die angeschlossene Quellen, auf PCs und mobilen Geräten streamen kann, um z. B. über ein Tablet seine Lieblingsendung anzusehen und das überall im Hause.

Es soll aber auch möglich sein, es über das Internet zu streamen, was wir aber aufgrund des (meist) begrenzten Internet Traffic, als auch des Sicherheitsrisikos, nicht empfehlen würden.

Für Apple IPhone sowie IPad gibt es für den Empfang des Streams extra eine App im Apple Store. Für alle anderen wie Android, Windows Phone, als auch PCs (Windows, Linux) ist ein Zugriff über eine Weboberfläche möglich.

Capture4Me

bitratelimitationViel können wir zu dieser Software leider nicht sagen. Die nicht von Hauppauge entwickelte und kostenpflichtige alternative ist „Capture4Me“ ($ 20,00), und wird in unregelmäßigen Abständen weiterentwickelt, sie wirkte auf uns noch leicht träge, dafür aber Stabil.

Dazu ist die Software nicht nur für Gamer ausgelegt, sondern auch für TV Freunde. Sowohl die „HD PVR“ Familie als auch TV-Karten anderer Hersteller werden uneingeschränkt vom Programm unterstütz.

Die Software bietet auch den direkten Zugriff der Filtereinstellungen, was nicht als selbstverständlich gilt.

HDPVRCapture for the Mac

Und nun – last but not least – kommen wir zu der offiziellen Unterstützung von Apple in Form von der Capture Software „HDPVRCapture for the Mac“. Da wir keinen Mac besitzen, konnten wir uns mit der Software auch nicht ausgiebig auseinander setzten, dementsprechend können wir nicht prüfen, welche Vor- oder Nachteile sie aufweist. Deshalb beschränken wir uns auf die bekannten Informationen.スクリーンショット 2013-11-28 22_49_16

Die „HDPVRCapture“ ist eigentlich ein kostenpflichtiges Produkt der Firma Kernel Labs und ist exklusiv für Hauppauges „HD PVR“ Produktlinie (inkl. „Colossus) im Macbereich zugeschnitten.

Wer die „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ hat – die Betonung liegt auf PLUS – kann sich allerdings die 30 € für die Software sparen und auf der Webseite des Software Herstellers, die aktuelle Vollversion kostenlos herunterladen.

Die Software weist die üblichen Features auf, die schon bei den Windows Software zum Einsatz kommen, allerdings mit Ausnahme der Logo Integration, sie soll aber noch folgen. Speziell für Macfreunde soll die Konvertierung zu ITunes interessant sein. Da wir aber ausschließlich Windows Nutzer sind, konnten wir dies allerdings nicht testen.

Fazit

Wenn viele Aspekte zugrunde liegen, fällt es schwer ein objektives Fazit zu schreiben.

Die „Hauppauge HD PVR 2 GE Plus“ hat viele Vorzüge, aber auch Macken und Einschränkungen. Was mehr wiegt, liegt in diesem Fall im Auge des Betrachters. Immerhin können wir damit leben, wenn ab und an die Software der „Box“ nicht mehr reagiert (solange es natürlich nicht mitten in der Aufnahme geschieht), genauso dass der S-Video Adapter nicht beilag und extra Bestellt werden musste.

Wir sind aber froh, das S-Video überhaupt unterstützt wird, was bei der Konkurrenz nicht immer unbedingt der Fall ist. Für andere könnte es aber ein verständliches „No-Go“ sein.hdpvr2-gaming_unit-front_big

Normalerweise wäre für uns eine externe Lösung keine Option gewesen, aber durch die Bildqualität sowohl beim HDMI als auch über Component und S-Video plus die Mehrkanal Aufzeichnung in Dolby Digital 5.1, – die bisher tadellos funktioniert – hat sich die „Box“ bezahlt gemacht. Und für Notebook Besitzer ist die externe Lösung sowieso angebracht.

Die Firma Hauppauge hat sich sichtlich Mühe gegeben, sowohl bei der Software, als auch bei der „HD PVR“ selber. Treiber werden regelmäßig aktualisiert, die auch gleichzeitig ein Firmware Update fürs Gerät ausführt, wie auch die Software, die immer wieder mit neuen Features aufwartet.

Schade nur, dass die „Colossus“ – die interne Lösung – bisher nur stiefmütterlich behandelt wird, da sie potential hätte, gerade wegen der hohen Bitrate von 20Mbit/s.

Durch das Preis-/Leistung Verhältnis, den Umfang, als auch die unterstützen Features, plus den bisherigen Support von Treiber und Software, ist die „Hauppauge HD PVR 2 Gamer Edition Plus“ auf jeden Fall zu empfehlen.

Wären noch USB 3.0 und eine höhere Bitrate mit im Repertoire, so wäre sie sogar das „Non-plus-Ultra!

Vielleicht, mit etwas Glück, mit der nächste Generation…

 

© 2015, ALSEHK Computer Bremen, Matthias Herbst

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

3 Responses to “TEST: Hauppauge HD PVR 2 Gamer Edition Plus – Nicht nur für Gamer interessant”

  1. Hansen sagt:

    Guten Tag. Bin erst jetzt auf diesen Beitrag gestoßen. Habe die Box mit Revision 157320 und bekomme es einfach nicht hin, den Ton in AC3 aufnehmen zu können. Habe auch nur mpeg1 layer 2 und AAC unter den Einstellmöglichkeiten der Hauppauge Capture Software zur Auswahl. Das nervt mich gewaltig, da ich mir gerade wegen AC3 dieses Model gekauft habe. Wie bekomme ich es hin in AC3 aufzunehmen. Bitte um Hilfe!

    • Hallo und Guten Tag.

      Die Einstellungen für Mpeg1 layer 2 und AAC sind nur für Analogquellen bzw. für eine Audioquelle die kein AC3 beinhalten.
      Um den Ton in AC3 sprich Dolby Digital aufnehmen zu können, müssen folgende Punkte beachtet werden:

      1. Aktuelle Hauppauge Capture Software von der Webseite installieren.

      2. Bei den Einstellmöglichkeiten darf bei „HDMI AC3 Support deaktivieren“ KEIN Haken aktiviert sein.

      3. Aufzeichnungen in AC3 sind nur über HDMI oder Spdif Verbindungen möglich und müssen auch als Quelle in der Hauppauge Capture Software eingestellt sein.

      4. Wenn ein (TV)Receiver als Quelle genommen wurde, muss im Receiver Dolby Digital oder Bitstream eingestellt sein und die ausgestrahlte Sendung muss eine AC3 Tonspur aufweisen.

      5. Wenn eine (nexgen)Spielkonsole als Quelle genommen wird , muss in den Einstellungen der Konsole auf Dolby Digital gestellt sein.

      Damit sollte (theoretisch) einer Dolby Digital Aufnahme mit der Box nichts mehr in Wege stehen.

      Da wir nicht die genauere Konstellation kennen sind uns natürlich die Hände gebunden. Wir hoffen aber das wir mit diesen Punkten weiter helfen konnten,
      ansonsten können sie sich auch gerne wieder an uns wenden.

  2. […] News, Informationen, Tips und Tricks rund um den Computer, Telekommunikation und Software « Nachlese “Was heißt hier alt?!: Guter Zulauf, gute Gespräche TEST: Hauppauge HD PVR 2 Gamer Edition Plus – Nicht nur für Gamer interessant » […]

Leave a Reply

Captcha Garb (1.5)