Straßenbahnverlängerung: Nutzerzahlen bei Linie 4 nicht gut – Huchting verlangt Neubewertung

BSAG_LOGO_LINIE1Nachdem die Linie 4 vor einem Jahr eröffnet wurde, sind im Januar die Benutzerzahlen veröffentlicht worden. Aus den Zahlen konnte man erkennen, das die Linienverlängerung nicht gewünschten Effekt hatte, wie sich die Planer das vorgestellt hatten.

Hierbei gilt auch zu bedenken, das diese Zahlen fast eins zu eins auf die Verlängerung der Linie 1 und 8 übertragen werden. Allen Fragen zum Trotz stellt die Baubehörde der Linie 4 ein „gutes“ Zeugnis aus, obwohl die Zahlen hinter der Bewertung liegen.

Auch bei der Verlängerung der Linie 1 und 8 werden „Standard Werte“ verwendet, die „Vorrausagen“ sollen, wie viele Fahrgäste diese Verbindung verwenden. Anhand der nicht gerade guten Nutzerzahlen, die sich nicht mit der Standardbewertung decken, verlangt sowohl der Beirat als auch die Huchtinger Initiative, eine neue Bewertung der beiden Verlängerungen.

Bei der Linie 4 nahmen die Planer an, das die Überlandbusse aus dem Umland nicht mehr bis nach Bremen hineinfahren, sondern an der Endhaltestelle der Linie 4 anhalten, um dann die Fahrgäste aus dem Umland aufzunehmen. Das geschah aber nicht. Dies wurde von den Planern nicht berücksichtigt, sondern einfach vorausgesetzt. Das nun das schreien seitens der BSAG und des Bremer Senats groß ist, ist verständlich, zumal auch die Überlandbusse, trotz weiterer Haltestellen, bis zu 10 Minuten schneller am Bahnhof ankommt als die Straßenbahn. Das ist schon ein großer Nachteil für die Kunden aus dem Umland und nicht nachzuvollziehen.

Das man aber dem Projekt noch weitere drei Jahre gibt, bis es sich „richtig“ amortisiert ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht nachzuvollziehen, denn selbst eine Firma muß innerhalb von drei Jahren ein Plus einfahren, und hier wird der BSAG „viel“ Luft gegeben.

Daher ist es eigentlich nur Nachvollziehbar, das man die Projekte, wie bei allen Projekten, eine regelmäßige Überprüfung unterzieht und die Zahlen an die aktuelle Situation anpaßt. Dies scheint aber nicht für die BSAG und dem Senat zu gelten, ebenso wenig dem Verkehrsressort. Es ist Steuergeld, das verschwendet wird und immer sind Projekte in Bremen in einem Millionengrab versunken. Ein Neubewertung nach der Aktuellen Lage wäre nun anzuraten.

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2 Responses to “Straßenbahnverlängerung: Nutzerzahlen bei Linie 4 nicht gut – Huchting verlangt Neubewertung”

  1. Anonym sagt:

    Von der Bevölkerungsstruktur etc. sollte sich Huchting eher nicht mit Lilienthal sondern mit Osterholz/Tenever vergleichen. Dort werden die prognostizierten Fahrgastzahlen erreicht…

    • Kay Kisser sagt:

      In Osterholz/Tenver fährt die Straßenbahn aber auch über die Hauptstraße – wie früher die Linie 25 -… In Huchting fernab der Hauptstraße… und man ahnt schon, das, wenn die Fahrgastzahlen nicht den Wünschen der Planer stimmen, die Huchtinger und die Fahrgäste daran Schuld sind.

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