Kabel Deutschland: Moderne Technik „altbacken“ angeschlossen

Das Kabel Deutschland in aller Munde ist, versteht sich „fast“ wie von selbst. Gerade in Bremen sind bei der Gewoba alle Wohnungen mit den neuen Dosen umgerüstet worden für das Triple-Play Angebot aus Fernsehen, Internet und Telefon. Vor allem ist es „Supergünstig“. Aber auch da zieht nun Kabel Deutschland nach: nicht mehr 22,90 € für das Komplettpaket, sondern 29,90 € monatlich werden nun fällig. Wer aber das Fernsehprogramm nutzen möchte, den erwartet durch den Kabelanschluß die „Ausnutzung der optimalen Flatscreen-Technologie“. Ein schöner Satz. Und was verbirgt sich dahinter?

Diese Werbung viel uns vor einigen Tagen im Roland Center bei real ins Auge. Dort hat Kabel Deutschland einen Sonderstand; na ja, dieser Stand gehört wohl inzwischen zur festen Einrichtung, denn er ist nun seit gut einem Monat dort.

Nun überlegt man etwas: Was heißt denn nun bitte schön das der Kabelanschluß die „Ausnutzung der optimalen Flatscreen-Technologie“ unterstützt? Gut, Flatscreen ist ja noch ein Begriff und Technologie auch. Und in welchem Zusammenhang steht das nun mit dem Kabelanschluß?

Da dort ein netter, junger Mann steht, einmal hin und nachgefragt. Dumm nur, das er es nicht erklären konnte, bzw. darüber nichts wußte. Er assoziierte das ganze mit dem Receiver, der mitgeliefert wird, z. B. Progammzeitschrift durchblättern, etc. Also schaute er in seinem kleinen „schlauen Büchlein“ nach. Doch auch dort stand nichts über die „optimale Ausnutzung der Flatscreen-Technologie“. Dafür konnte ich erkennen, das es eine Promotion Aktion gibt, wo jede Woche ein neuer Film gezeigt wird, und diesen kann man sich für 1 Cent „ausleihen“. Aber die Aktion gilt auch nur bis 31. Mai. So erfährt man einiges, auch wenn es unfreiwillig ist. Dafür hat sich der junge Mann sehr bemüht und versprach sich danach zu erkundigen.

Gestern bei dem jungen Mann nachgefragt – siehe da, es ist zur Zeit immer derselbe Ansprechpartner – , und er konnte mir erklären was ihm auf Nachfrage erzählt wurde: Die Flachbildschirme erhalten Technologien eingebaut, die nicht komplett ausgenutzt werden. Dies tut der Kabelanschluß (na klar, in Verbindung mit dem Receiver, ist ja digital). Daher „Ausnutzung der optimalen Flatscreen-Technologie“. Die Sendung wird so empfangen, wie sie gesendet wurde, so die Aussage des Kabel Deutschland Beraters. Dann warf der gute Mann noch ein, das sich HDMI erst in ca. 8 Jahren richtig durchsetzen werde! (Jesus! Seit 2003 wird HDMI als neuer Standard in allen aktuellen Geräten eingesetzt. Wir üben das noch mal.) Aber wie wird denn dann der Receiver an den Fernsehr angeschlossen?

Wir suchten die Webseite von Kabel Deutschland auf und fanden den Receiver, aber leider keine Auflistung der Anschlüsse. Erst nach längerer Suche konnten wir eine Auflistung der Anschlüsse des Receivers finden. Und siehe da: zwei Scartanschlüsse sind vorhanden. Kein HDMI! Somit ein Marketing-Gag, denn durch den Scartanschluß werden die Digitalensignale in Analoge umgewandelt und auch so an den Fernsehr weitergeleitet. Aus Technischen Gründen werden darüber hinaus Sendungen in High Definition (HD) heruntergerechnet und demzufolge nicht so empfangen wie es gesendet wurde. Nichts mit HD oder „Ausnutzung der optimalen Flatscreen-Technologie“.

Daher unser Apell: Bitte, liebe Kunden, fragt gezielt nach und glaubt nicht alles, was die Vertriebler einem Erzählen. Sobald einem etwas komisch vorkommt, lieber die Finger davon lassen (ja, jetzt kommt Schleichwerbung: :-); nicht verzagen, ALSEHK Computer Bremen fragen!) Kabel Deutschland mag zwar preiswert sein, aber besser in der Leistung, sind sie nicht. Das können wir aus leitvoller Erfahrung bei anderen Kunden, die auch nicht ganz glücklich sind, bestätigen. Und wenn Ihr schon Werbung macht, liebes Kabel Deutschland, dann bitte auch mit Hand und Fuß und gebt die richtigen Geräte raus! Dann klappt es vielleicht auch mit den Kunden.

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