Nun doch: Straßenbahnlinie 1 soll nach Mittelshuchting fahren

Wer gestern Buten & Binnen gesehen hatte, konnte es kaum fassen:

Die SPD Fraktion hat abermals abgestimmt und die Linie 1 und die Linie 8 kommen als Gesamtpaket nach Huchting und nach Wehye. Im ersten Anlauf vor 5 Wochen stimmte die SPD Fraktion noch gegen die Verlängerung der Linie 1, und nur für die Verlängerung der Linie 8. Grundlage dafür war ein Fragenkatalog, den die Fraktion an den Bausenator Lohse zugesandt hatte, und wo beantwortet wurde, das es eine Verlängerung der Linie 8 auch ohne die Linie 1 möglich ist.

Nun konnte sich anscheinend Björn Tschöpe, SPD Fraktionschef, „durchsetzten“. Bei Buten & Binnen äußerten sich sowohl Tschöpe als auch Lohse zu diese „Ungereimtheit“. Es kam zu „Kommunikationsproblemen“ denn die „Fach“sprache ist doch ziemlich verwirrend.

Björn Tschöpe ist einer von vielen, die unbedingt die Verlängerung der Linie 1 nach Mittelshuchting – mitten durch den Stadtteil (!) – haben wollen. Wie immer stellt sich dabei heraus, das der Fraktionsvorsitzende nicht in Huchting wohnt und schon gar nicht in der nähe einer Straßenbahnlinie. Daher stören ihn auch keine quietschenden Schienen, die Signalmeldung der Straßenbahn oder wenn es zu massiven Verspätungen kommt, und keiner aus Huchting raus kann. Als Politiker steht ihm ein Wagen zur Verfügung. Ich bezweifel mal, das er täglich mit dem ÖPNV durch Bremen fährt.

Es wurde auch im Beitrag angedeutet, das die Huchtinger es so nicht hinnehmen werden. Und das ist auch gut so. Wer möchte schon eine Straßenbahn vor seinem Schlafzimmer haben? Wer möchte seinen Vorgarten ganz aufgeben? Garantiert die BSAG eine zügige Anbindung? Garantiert die BSAG bei einem Schaden oder bei einem Unfall auf der Strecke, das Ersatzbusse eingesetzt werden?

Garantieren tut die BSAG schon lange nichts mehr. Sie wiegelt ab und spielt auf Zeit bzw. läßt die Kunden im Regen stehen. Beschweren sich die Kunden wird abgewiegelt und es als Einzelfall deklariert. Das zeugt schon von kühner Arroganz.

Kein Huchtinger wird sich das gefallen lassen, das eine Straßenbahn vor seinem Fenster alle fünf Minuten vorbei rollt. Und einige Unternehmen müssen auch Ihren Standort ändern und sich eine neue Betriebsstätte suchen. Ob das „sinnig“ ist, lassen wir mal offen…

Fahrpreiserhöhung

Im Bremer Anzeiger konnte man abermals lesen, das die Fahrpreise erhöht werden. Wieder wird angegeben, das die „Kosten für Energie, Personal und die Zuschüsse des Landes gesunken sind“. Leider werden damit nur die Kosten gedeckt, aber keine neue Projekte angestoßen um die Fahrgastanzeigen überall aufzustellen. Auch in die Sicherheit und in die Freundlichkeit des Personal wird kein Geld gesteckt. Wird die Straßenbahnlinie 1 verlängert nach Huchting, steigen die Fahrpreise abermals, und daß nicht zu knapp. Schließlich müssen die Steuergelder aus Berlin wieder hereinkommen, gegebenfalls erhöht die Bundesregierung die Steuern, damit solche „Unsinnigen“ Projekte bezahlt werden können.

Somit erwartet uns ein teures Jahr 2013: Neben den Fahrpreiserhöhungen auch eine mögliche – nein, wahrscheinliche Strompreiserhöhung um 5 %.

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