Telekom IP Telefonie: Kunde mit IP Telefonie nicht erreichbar

Wir haben ja schon so einiges mit Internet und IP Telefonie erlebt, aber daß, was wir nun erlebt haben, war heute dann doch ein Stück aus dem „Tollhaus“. Schließlich fragt man sich dann doch, ob man alles richtig gemacht hat, oder ob die Technik versucht einen hinter das Licht zu führen. Diesen Eindruck hatten wir heute jedenfalls. Aber fangen wir am Anfang an…

Diese Woche rief uns ein Stammkunde an, und teilte uns mit, das Sie ab Freitag, 2. November 2012, im laufe des Tages eine neue Internetgeschwindigkeit bekommen würden. Die Leitung und das Telefon wird von zwei Praxen verwendet und bis jetzt lief auch alles ganz gut. Ich fragte nach, ob nur die Geschwindigkeit gewechselt würde oder der komplette Anschluß. Darauf konnte man uns leider keine genaue Antwort geben, aber ich ahnte schon, das es nicht gut ausgehen würde, denn irgendwie hing das Wort „IP-Telefonie“ im Raum…

Wir vereinbarten einen Termin am Samstag, aber weil die Kunden da nicht konnten, verabredeten wir uns für den Sonntag Nachmittag. Als wir in die Praxis kamen lagen alle Unterlagen bereits auf den Tisch samt neuem Router: Speedport W723V Typ B.

Nach einigen Fragen wurde uns bewußt, das nicht nur die Internetgeschwindigkeit auf 50 Mbit/s gewechselt wurde, sondern auch gleich der Anschluß von ISDN auf IP-Telefonie. Das machte das ganze noch etwas schwieriger, denn es gab in der Praxis auch ein ISDN Telefon, das nicht mehr an den Router angeschlossen werden konnte.

Ganz nach Vorschrift entfernten wir alle anderen Geräte aus der ISDN Ära und steckten den Router direkt an die TAE Dose. Zwei Analoge Geräte, Telefon aus der zweiten Praxis und ein Analoges Faxgerät, wurden an den Router angeschlossen. Da das ISDN Telefon – Sinus PA 300i – nicht mehr an den Router angeschlossen werden konnte, banden wir das Schnurlostelefon in den Router über DECT ein. Es wurde erkannt. Schließlich gaben wir alle Rufnummern in den Router ein, haben uns daran gehalten keine E-Mail Adresse und Paßwort anzugeben – vorgegeben war immer anonymus@t-online.de – und haben die Rufnummern den einzelnen Geräten zugeordnet.

Nun kam der Test: Abgehende Gespräche waren kein Problem. Aber sobald auf einer der Rufnummern angerufen werden sollte, bekamen wir nur zu hören: „Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht zu erreichen.“ Na das ist Klasse! Überprüfung der Konfiguration und der Verkabelung, nur ein Telefon angeschlossen, eine Rufnummer angegeben, dasselbe Resultat.

Also die Störungsstelle angerufen und denen das Problem geschildert. Die Obligatorischen Fragen beantwortet („Haben Sie Telefonnummern eingetragen?“, „Haben Sie den Splitter entfernt?“, „Sind die Einwahldaten korrekt?“) und zu unserem Erstaunen mitbekommen, das an diesem Anschluß noch ein Splitter hängen soll! Noch ein Splitter? Wie das? „Die Messung zeigt mir an, das da noch ein Splitter dran hängt. Den müssen sie entfernen.“ „Es tut mir leid, aber da ist kein Splitter mehr. Nur zwei TAE Dosen, aber kein Splitter, mehr kann ich nicht entfernen.“ „Dann geben ich das ganze an die interne Technik weiter.“ Nun kam meine Frage: „Würde es sich ändern, wenn wir den Speedport W921V besorgen würden?“ „Das würde besser laufen, und daß Telefon läuft sofort.“ „Die IP-Telefonie läuft also reibungsloser über den W921V.“ „Auf jedenfall.“

Na, das ist ja mal eine interessante Aussage, zumal wir eh das Gerät brauchen für das ISDN Telefon, denn darin ist auch ein Anrufbeantworter, der noch verwendet werden soll. Also einen neuen Router bestellt und alles geht soweit klar, bis auf die Tatsache, das der Router erst Ende nächster Woche ankommt. „Das geht gar nicht!“ rief der Kunde. „Eine Woche ohne Telefon, da können uns unsere Patienten nicht erreichen.“ Also mit dem Vertrieb noch mal darüber gesprochen und ab Montag erstmal das Gerät kaufen, Aufbauen – in der Hoffnung das eingehende Gespräche funktionieren – und dann auf das Mietgerät warten. Wieder alles Abbauen und das Mietgerät aufbauen, das gekaufte Gerät zurückbringen.

Ich wünschte, das die IP-Telefonie besser zu managend wäre. Aber irgendwie klappt das nicht so richtig. Hat noch jemand solche Probleme mit dem Wechsel von ISDN auf IP-Telefonie bei der Telekom, speziell mit dem W723V Typ B oder W921V? Bis jetzt habe ich so noch keine Lösung gefunden…

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6 Antworten zu Telekom IP Telefonie: Kunde mit IP Telefonie nicht erreichbar

  1. Heiko sagt:

    Schon recht alt die Beiträge. Werden inzwischen ja gelöst sein. Ich hab hier ne FritzBox 7390 auf nem IP-Anschluss und konnte zwischen 7.30 und 10.30 auch nie erreicht werden. Die Telekom hat die Leitungen geprüft noch und nöcher und ein Techniker kam und am Ende meinten sie: „Ja, sie haben ja ne FritzBox. Klar, mit denen gibt es immer Probleme. Nehmen sie unsere Router!“

    Die Lösung war dagegen recht einfach und deswegen kam ich nicht drauf. Ich hab jetzt seit 768 kb-Zeiten DSL, und immer habe ich das Häkchen bei „Zwangstrennung nachts um 3 Uhr“ gesetzt in all meinen FritzBoxen. Als ich hier den Anschluss eingerichtet habe, achtete ich nicht auf dieses Häkchen und die FritzBox hat den Anschluss bei Inaktivität einfach gekappt. Inaktivität heißt aber nicht telefonieren, sondern den Rechner einschalten. Ein Anruf von außen ist keine „Aktivität“. Also Häkchen gesetzt bei „Dauerhaft + Zwangstrennung um 3 Uhr“, und schon geht alles und ich bin durchgehend erreichbar.

  2. lucky3 sagt:

    Hallo,
    ja hab das gleiche proplem mit dem Speedport 921.
    Alles funktioniert nur kann ich nicht angerufen werden.
    Kommt immer die Ansage der Anschluss ist vorrübergehend nicht erreichbar.
    Ich bin auch ein externer Dienstleister und meine Kunden sind nicht erfreut.
    warte noch bis morgen früh und dann werde ich die Hotline anrufen müssen.

  3. georgparzefall sagt:

    Wurde am 24.9.2013 auf IP umgestellt DSL funktiniert. Ich kann auch telefonieren, leider bin ich nicht erreichbar “ diese Nummer ist uns nicht bekannt“ Telekom findet Fehler bisher leider nicht. Mein Rooter ist ein
    Speedport 723 V

  4. Electrochemie sagt:

    Ich habe eine schnellere Leitung beantragt, dieser Auftrag wurde zum 15.04.2013 ausgeführt. Vorher habe ich mir einen neuen Router W723V Typ B dazu gemietet. Die Leitung wurde von 16000 auf 25000 umgestellt, somit auch die Telefonie auf IP-Telefonie. Seit dem funktioniert das Telefonieren nur noch nach mehrmaligem Wählen. Es wird also nicht beim 1. Mal ein Rufaubau ermöglicht, kein Ruftonzeichen. Man wird ständig vertröstet, dass die Telekom an dem Problem dran sei. Auch werden am Telefon keine Anrufe in Abwesenheit angezeigt, sehr schlecht. Nach heutigem Telefonat mit der Störstelle wurde ein neuer Termin 30.05. genannt, an dem das Problem voraussichtlich behoben sein soll. Damit ich alle Anrufe, die sonst eben nicht bei mir ankommen, erhalte wurde eine kostenlos Rufumleitung auf mwin Handy eingerichtet. Sollte das Problem behoben sein, solle ich mich nochmals melden, zwecks einer Gutschrift bei der Beschwerdestelle. Telekom sagt andere Anbieter hätten die gleichen Probleme mit IP-Telefonie. Super Geschichte. Schaun mer mal…

  5. Hubert Mahlenbrey sagt:

    Wir haben das gleiche Problem. Vor kurzem wurde unser ISDN – Anschluss auf IP-Telefonie umgestellt. Wir haben vorsichtshalber erstens einen neuen Router (Speedport w921V) gleich bei telecom mit gekauft und den Techniker zur Installation zugebucht. Leider funktioniert nur die Haupnummer stabil. die anderen Nummern sind zumindest zeitweise nicht erreichbar.

  6. Manfred Funk sagt:

    die selben Probleme habe ich seit drei Tagen.
    Ein Kundenberater erzählte mir das müsse funktionieren.
    Der Nächste sagte ich solle mir eine Telefonanlgae zulegen.
    Ein anderer erzählte mir von einer Störung in der Leitung.
    Ich bekam eine Ticket-Nr. und man würde sich bei mir melden.
    Auf diese Meldung kam nach zwei Tagen eine sms: Störung behoben…
    was bis heute nicht passiert ist.

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