BSAG: Vorstand Wilfried Eisenberg tritt zurück

BSAG LogoWer gestern Buten & Binnen gesehen hat, oder heute die Tageszeitung aufgeschlagen hat – es wurde auch kurz in den Nachrichten auf dem Nordwestradio gebracht – staunte nicht schlecht, als er darüber informiert wurde:

Wilfried Eisenberg, Chef der BSAG, hat seinen Rücktritt angeboten.

Nun kann man sich überlegen, ob der Rücktritt überraschend kam oder ob er den Druck nicht mehr gewachsen war. Aus gut Informierten Kreisen wurde verlautbart, daß das Verhältnis zwischen Eisenberg und den anderen Vorstandsmitgliedern belastet war. Eigentlich sollte der Vertrag noch bis 2016 laufen, aber eine Verlängerung des Vertrages sollte Herr Eisenberg wohl nicht bekommen.

Herr Eisenberg geht zu einer Zeit, in der die Straßenbahnverlängerung nach Huchting und in das Niedersächsische Umland durchgeführt werden soll. Somit hinterläßt er einen „Scherbenhaufen“, den die anderen Vorstandsmitglieder wegräumen müssen. Herr Eisenberg hat nicht gerade dafür gesorgt, das die BSAG einen „modernen“ Anstrich bekommt. Ok, etwas bewegt, verändert, aber gerade in Bezug auf die Straßenbahnverlängerung nach Mittelshuchting hat er nichts unternommen, um den Bürgern in einem Infrastrukturell gut angebunden Stadtteil die „wirklichen“ Vorteile näher zu bringen.

Hervorgetan hat er sich nur in Presseartikeln in der BSAG eigenen Zeitung. Darin hat er über Elektrobusse und Elektromobilität gesprochen, das diese Busse die Zukunft bedeuten und man damit die Umwelt schont. Auf der anderen Seite jedoch wollte Herr Eisenberg eine Straßenbahnverlängerung durchdrücken, obwohl es günstiger wäre, hier die neuen Elektrobusse durch den Stadtteil zu führen.

Senator Lohse steht nun „alleine“ mit der Straßenbahnverlängerung nach Mittelshuchting da, und hat bei Deputationssitzungen keinen Herrn Eisenberg dabei. Herr Lohse wird nun alleine darum kämpfen müssen, das „Prestigeobjekt“ Straßenbahnverlängerung zu vertreten gegen die „gallischen“ Huchtinger.

Viele Baustellen bleiben bei der BSAG nun zurück. Zum einen die Straßenbahnverlängerung zum anderen die Ausrichtung in Richtung Elektromobilität, die Pünktlichkeit und Freundlichkeit, sowie der Punkt der maroden Straßenbahnen. Anscheinend war dem BSAG Vorstand Wilfried Eisenberg doch die Erkenntnis gekommen, das er bei der BSAG keinen guten Stand hat, und sprang vorher ab. Hätte man ihm von vornherein gesagt, das man als BSAG Vorstand auf einem sehr heißen Stuhl sitzt, so hätte er bestimmt nicht den Job angenommen.

Mal sehen, wie lange der neue BSAG Chef bleibt. Wenn denn mal ein neuer gefunden wurde.

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